„Liebster Blog Tag“ von Nixenhaar

Halli Hallo! :)
 
Endlich sind fast alle Prüfungen vorbei und ich kann mich wieder voll und ganz dem Bloggen zuwenden, neue DIY Rezepte ausprobieren (die Rohstoffe hast du ja vielleicht auf Instagram / Twitter schon gesehen) und einfach mal wieder etwas abschalten! :D
 
Außerdem kann ich mich endlich dem wundervollen Tag von der lieben Bobby von Nixenhaar widmen!
Die Fragen sind wirklich schön gewählt und ich habe mich sehr gefreut sie beantworten zu dürfen. Leider ist der Post etwas lang geworden, aber bei solch tief gehenden Fragen konnte ich leider nicht anders ;).


 
„Liebster Blog Tag“
 

1. Wie bist du zur Naturkosmetik gekommen?

 
Eigentlich hat alles mit einem Artikel in einem Online-Magazin begonnen, der von Parabenen handelte. Zuvor hatte ich mir nie groß Gedanken gemacht was für Stoffe in konventioneller Kosmetik enthalten sind. Mir war schon klar, dass viele hoch angepriesene Inhaltsstoffe vielleicht gar keine so tollen Wunderstoffe sind, wirklich schädlich hätte ich den Inhalt von Kosmetik aber nie eingestuft, da mein naives Ich davon überzeugt war, dass etwas wirklich gesundheitsschädliches nie auf den deutschen Markt kommen dürfte. Schließlich haben wir ja nicht gerade wenige Gesetze und Richtlinien. 
Ich las mich dann von Artikel zu Artikel und je mehr ich über die Inhaltsstoffe wusste, desto weniger hatte ich noch Lust meine Kosmetik zu verwenden. Und dies war der Zeitpunkt an dem ich die Naturkosmetik kennen und lieben lernte ;).
 
 

2. Und warum geblieben? Warum bist du davon überzeugt?

 
Mir ist durchaus bewusst, dass nicht jeder chemische, nicht natürliche Stoff sofort schlecht ist. Schließlich studiere ich ja auch etwas wissenschaftliches und finde es erstaunlich, faszinierend und großartig, wie viel man heutzutage heilen kann oder wie vielen Menschen man das Leben erleichtern und verbessern kann durch neue Stoffe, Forschung und Wissen.
Eigentlich müsste ich also chemischen Cremes und Pflegeprodukten zujubeln und es feiern, dass wir durch sie weniger altern, schöner sind und unsere Haut gepflegter ist.
 
Doch da gibt es leider einen Haken, nämlich dass jede gute Forschung und Entdeckung in ihrer Ganzheit betrachtet werden muss. Das heißt man sollte immer den kompletten Nutzen, aber auch die Folgen eines Produktes analysieren und das wird heute nur viel zu wenig gemacht. Einfach aus dem Grund, dass dies Geld und Zeit kostet und man weniger Profit macht. Viele Produkte lassen sich auch nur schwer im Langzeittest prüfen, man stelle sich ein tolles Medikament vor welches Leben retten kann, jedoch lieber noch Jahrzehnte geprüft wird um sicherzugehen, dass es keine Langzeitschäden gibt. Das würde natürlich keinem einfallen, da der Nutzen mehrere Menschen weiterleben zu lassen, den möglichen Folgen die nach Jahren entstehen können imens übersteigt. 
Doch bei einem einfachen Produkt, dass nur zum Zweck der Hautpflege gedacht ist, leuchtet mir nicht ein, warum das wichtiger sein kann als mögliche Folgen wie Krebs oder Alzheimer. Kaum einer würde solches Leid nur für eine gepflegte, schön aussehende Haut annehmen. 
Lange Rede, kurzer Sinn: Vielleicht ist nicht jeder chemische Stoff gleich „böse“, das ist mir klar, auch in Naturkosmetik gibt es manches Umstrittene (wie z.B. Fluorid). Aber wieso nicht auf Nummer sicher gehen? Die Naturkosmetik heutzutage kann fast alles was konventionelle Kosmetik auch kann. Mein Körper fühlt sich mit ihr im Gleichgewicht und ich kann davon ausgehen, dass dort wesentlich weniger Schadstoffe drin sind, vielleicht sogar gar keine! Eine Win-Win Situation für mich und ich kann nur jedem raten umzusteigen. Gleichzeitig akzeptiere ich es auch völlig, wenn man solch eine Entscheidung nicht treffen möchte
 
Außerdem gibt es noch weiter Punkte, wie die Nachhaltigkeit mit der viele Produkte gestaltet sind und noch so viel mehr. Doch diesem Thema sollte ich wohl einen eigenen Post widmen, bevor ich hier seitenlang diese Frage beantworte ;).
 

3. Wie wichtig ist dir in anderen Lebensbereichen ein grünes Verhalten?

 
Leider ist es mir mit meinem Studentenbudget nur bedingt möglich meine kompletten Vorstellungen von grünem Verhalten umzusetzen, ich tue aber so viel ich kann!
Bei der Ernährung achte ich einerseits sehr auf viel frisches Gemüse und Obst und ich habe das Glück, dass ganz besonders mein Freund und auch ich gerne kochen (zu zweit lohnt sich das wesentlich mehr, als alleine) und somit kaum Fertiggerichte auf den Tisch kommen (ausgenommen manchmal in der Prüfungszeit wenn man nicht mal eine Minute entbehren kann). 
Dieses Produkt-umdrehen-und-Inhaltsstoffe-checken hat sich mittlerweile auch bei der Ernährung durchgesetzt. 
Beim Kauf von Produkten für den Haushalt oder sonst für die Wohnung ist es recht schwer nachhaltig zu leben, wir versuchen viel selbst zu bauen und verwenden auch einige alte, upgecyclete alte Produkte. 
Auch bei der Kleidung wünsche ich mir noch etwas mehr Möglichkeiten, da Öko-Klamotten leider noch etwas zu teuer und schwer herzubekommen sind, außerdem habe ich im Moment noch einiges im Kleiderschrank und brauche nichts neues ;).
 

 

4. Bist du schon auf Greenwashing hereingefallen? Vielleicht bevor du dich mit dem Thema intensiver auseinandergesetzt hast?

 
Nicht direkt, da ich ja vor dem Artikel über Parabene überhaupt nicht auf natürliches geachtet hatte, eher im Gegenteil, ich fand chemische „Neuheiten“ und „Zauberinhaltsstoffe“ eher interessant, weil ich sie mit wissenschaftlicher Forschung assoziierte. 
Sobald ich dann über Naturkosmetik recherchierte merkte ich schnell welche Firmen nur vorgeben natürlich zu sein und kaufte deshalb deren Produkte auch nicht.
 
 

 

5. Woher kam die Idee für deinen Blogtitel bzw. deinen Domainnamen?

 
Ojeh, mein Blogname stammt noch von der Zeit in der ich noch gar keine Naturkosmetik besaß. Er ist nicht sonderlich einfallsreich und sollte einfach für die Lust etwas auszuprobieren stehen
Vielleicht werde ich ihn demnächst mit einer weiteren Neuigkeit (davon aber zu einem späteren Zeitpunkt mehr) ändern, wobei mir andererseits der Name sowie das Logo doch sehr ans Herz gewachsen sind.
 
 

 

6. Du bloggst gern, klar. Aber welche Hobbies hast du noch?

 
Leider ist jetzt während des Studiums die Zeit für meine restlichen Hobbys drastisch gesunken, denn das Bloggen und studieren nimmt doch sehr viel Zeit in Anspruch. 
Trotzdem schaue ich noch leidenschaftlich gerne anspruchsvolle Filme und nehme mir da abends oftmals besonders viel Zeit um mit meinem Freund einen lang ersehnten Film zu sehen. 
 
Außerdem liebe ich es Musik zu hören und zu machen. Am Liebsten höre ich Indie, wobei meine Auffassung davon schon ziemlich weit geht :). Früher kannte ich mich ziemlich gut aus, was Künstler, Alben, Konzerte und co. anging, während ich da leider aufgrund mangelnder Zeit etwas den Anschluss verloren habe. Wenn ich jedoch mal daheim in Stuttgart bin, genieße ich es unglaublich wieder zu kleinen Konzerten zu gehen, hier in der Nähe von Erfurt sieht es da leider etwas mau aus.
Wenn da nichts geht, mache ich eben daheim alleine oder mit meinem Freund Musik, dabei helfen mir meine Stimme, eine Gitarre, ein Klavier und eine Ukulele. Darin bin ich jetzt nicht sonderlich gut, aber es reicht um mir selbst eine Freude zu bereiten!
 
Außerdem bastele und gestalte ich gerne Dinge für Kosmetik oder meinen Schreibtisch, mische DIY-Pflege und mag es Neues zu erschaffen!
 
Schließlich habe ich noch eine riesige Schwäche fürs Backen, da wir in unserer kleinen Wohnung jedoch nur einen Mikrowellenofen haben, bleibt es bei einem Brot hier und da und ein paar Keksen oder Muffins. :)
 
Früher war ich ein riesiger Fan von Nageldesigns, hatte sicher 100 Lacke und habe alles mögliche auf meine Nägel gepinselt. Leider bin ich mir noch nicht so sicher wie das mit mir und den Lacken weitergehen wird, schließlich sind das nicht gerade schadstofffreie Produkte. Sie herzugeben habe ich noch nicht übers Herz gebracht, sie weiter zu verwenden aber auch nicht.
 
 

 

7. Wie verbringst du am liebsten deinen Sonntag?

 
Zuerst einmal mit einem gediegenen Frühstück! :)
Danach vielleicht etwas Wellness-Party (heißt Masken und Baden oder eben anderweitig pflegen), meine Pinsel waschen, lesen, Musik hören, bloggen und irgendwelche Dinge tun, die ich die ganze Woche nicht auf die Reihe bekommen habe :D.
 
 

 

8. Und was unternimmst du am liebsten Abends? Oder gönnst du dir einen schönen Film daheim?

 
Ich bin weniger der Party- sondern eher der Konzertgänger. Das liegt einfach daran, dass ich gute Musik hundertmal dem Feiern vorziehe. Homepartys sind da etwas ganz anders, da ist die Umgebung nicht so erzwungen. Es hört sich vielleicht etwas komisch an, aber ich mag diese Oberflächlichkeit in vielen Clubs nicht.
Auch Poetry Slam mag ich sehr sehr gerne! 
Ansonsten bin ich eher der gemütliche Typ, das heißt mit einem Buch, Film oder einer Doku am Abend. 
 

 

9. Was läuft am ehesten bei dir im Fernsehen?

 
Mindfuck“-Filme, Thriller, unkonventionelle Liebesfilme (das heißt keine Hollywood Schnulzen, sondern eher bizarre Liebesgeschichten, was bei Pixar Filmen wie Wall-E anfängt und bei Serien wie Pushing Daisies aufhört) :). Außerdem schaue ich mir unheimlich gerne „neues“ an, das heißt Dokus über ferne Welten oder einfach über Personen in anderen Lebensumständen und Gebieten, deren Leben man normalerweise nie kennenlernen würde.
Zum Abschalten suchte ich auch immer mal wieder NCIS oder so etwas, da die Folgen so schön unabhängig sind und etwas dahinplätschern :).
 
 

 

10. Was isst du am liebsten?

 
Es gibt da so zwei Gerichte, eines von meiner Oma, namens Knöpfles-Paprikasch, das ist ein Hühnereintopf mit Kartoffeln, Paprika, Karotten und Knöpfles :).
Das andere stammt von meiner Mutter und wird von uns Schweinefleisch mit Röstis und Aprikosen genannt :D. Dabei werden Schweinemedaillons mit einer halben Aprikose belegt und dann mit Mozzarella überbacken. Verspeist wird das Gericht dann mit Rösti-Ecken
Außerdem mag ich so gut wie alles was mein Freund kocht, als Asiate zaubert er superleckere Fusion-Kitchen.
Mhhh jetzt habe ich Hunger ;).
 
 

 

11. Was ist dein liebstes Getränk?

 
Das ist eine sehr schwere Frage :). 
Ohne meinen Milchkaffe morgens geht gar nichts, jedoch würde ich diesen nicht als mein Lieblingsgetränk bezeichnen. 
Während des Tages trinke ich hauptsächlich stilles Wasser und mache mir gefühlte 100 Tassen Tee
Mein Lieblingsgetränk wäre wohl trotzdem etwas ungesundes, das ich nicht jeden Tag trinken würde.  
 
Vermutlich wäre es ein Chai Latte oder Holundersaft.
 
 
So, geschafft! Meine Antworten sind etwas lang geworden, ich hoffe trotzdem du hattest Spaß beim Lesen! :)

Ich weiß, eigentlich müsste ich mir jetzt eigene Fragen ausdenken, ich finde die der lieben Bobby aber so schön, dass ich sie einfach weitergebe ;).

Die grüne Art
Sugarlime
Test to find the best
Jess von den Alabastermädchen
Ohnemit
Andreas Wohlfühl-Blog
My Eco Beauty Paradise
Wuscheline
Abraxia
Belle Naturkosmetik
Fräulein Hortensie


 
Wie bist du auf Naturkosmetik gestoßen? :) 
Lehnst du chemische Stoffe grundsätzlich ab, oder glaubst du manche sind doch gar nicht so schlimm?


 

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11 thoughts on “„Liebster Blog Tag“ von Nixenhaar”

  • Lang, aber sehr interesant ;-) Ich mag Tags, die auch mal sinnvolle private Fragen bereithalten. Am Sonntag frühstücken wir auch immer sehr ausgiebig – dafür gibts kein Mittagessen. Und deine Abneigung ggü. oberflächlichem Partygehabe kann ich auch sehr gut verstehen.

  • Danke fürs Taggen! Dann werde ich mich mal an die Arbeit machen! ;-)
    Wobei ich wirklich nicht weiß, wen ich noch weitertaggen soll, es haben echt schon so gut wie alle mitgemacht, oder? Naja.

  • Wie toll, dass jetzt nach und nach alle bei dem Tag mitmachen! Ich freue mich total, dass die Fragen so gut ankommen und über die schönen Antworten, die ich und die Leser bekommen! :)

    Das mit dem Studentenbudget kenne ich auch! Obwohl ich bei Kosmetik schon eher teurere Produkte verwende, aber das sehe ich immer so als meinen Luxus im Alltag.
    Bei Fertiggerichten kaufe ich übrigens immer prinzipiell Bio! Da kommen dann meistens Tortelini und eine leckere Soße von Alnatura mit, wenn ich im dm bin. Ansonsten würde ich da auch gerne mehr gutes und regionales kaufen, aber das schiebe ich dann eben noch etwas nach hinten, für wenn ich etwas mehr Geld habe. ;)

  • Oh, danke fürs Taggen- ich Schnarchnase hätte es glatt übersehen *schäm*
    Muss mal sehen, ob und wann ich es schaffe, mitzumachen.
    Stimmt, ich finde es auch ziemlich schwer, Ökoklamotten zu bekommen, zumal ich Kleidung ungern online kaufe…Zum Glück bin ich öfter mal in Berlin unterwegs- da ist es etwas leichter an fair gehandelte Kleidung zu kommen. In meiner Stadt ist mittlerweile der Waschbär Naturversand (wir haben zum Glück eine Filiale in der Stadt) meine erste Anlaufstelle.

    Liebe Grüße :)

  • Huhu :)
    Auch ich bedanke mich herzlich fürs Taggen! :) Gut, dass du mich noch darauf aufmerksam gemacht hast! Lustigerweise habe ich deinen Beitrag hier vor wenigen Tagen schon überflogen, aber damit, dass du mich taggst habe ich gar nicht gerechnet und mir den unteren Teil deswegen gar nicht mehr so genau durchgelesen… :D
    Da ich momentan noch mit Hausarbeiten beschäftigt bin wird es noch etwas dauern, bis ich auf die Fragen beantworte, aber ich werde auf jeden Fall noch auf den Tag zurückkommen. :) GLG

  • Toll, dass Du bei diesem TAG mitgemacht hast. Ich lese total gerne die Antworten der verschiedenen Teilnehmerinnen und freue mich immer, etwas über die Person hinter dem Blog zu erfahren. Vielen Dank!

  • Ich finde Deine Einstellung zum Thema bewusster konsumieren klasse! Viele Konsumenten (ja darunter zähle ich mich auch) achten beim Kauf nicht darauf was sie kaufen. Beispiel Shampoo: Wenn vorne auf der Verpackung „Anti-Schuppen Shampoo“ steht und die Marke eine bekannte wie z.B. L’Oreal (gut sichtbares Logo) ist, liest sich keiner mehr die Rückseite durch. Das Vertrauen wird automatisch erzeugt. Wir sind oft so naiv zu glauben große Kosmetikfirmen sind nur an unserem Wohl interessiert und vergessen dabei dass Gewinnmaximierung eine oft viel größere Rolle spielt. Doch wie lassen sich Gewinne maximieren? Indem Kunden gezielt getäuscht werden. Das Vertrauen wird durch massive Werbeausgaben aufgebaut, kreative Produktversprechen werden erfunden und da es sich um die Weltmarke L’Oreal handelt werden 8 Euro für das Shampoo verlangt. Der Kunde ist trotzdem bereit zu zahlen. Ironischerweise lassen wir uns ausnutzen, weil wir der Kosmetikindustrie vertrauen und ihnen nichts böses unterstellen. Stellen wir uns der Tatsache, dass Gewinne maximiert werden wollen, sehen wir dass versucht wird immer günstigere Rohstoffe einzusetzen um die Gewinnspanne möglichst groß zu halten. Dass günstige Stoffe meist nur chemisch zu haben sind, vergessen wir oft dabei (oder erkennen diese nicht: Stichwort „INCIs“). Was in der Lebensmittelbranche gerade schon dabei ist sich durchzusetzen, sollte bald auch in der Kosmetikbranche geschehen!!!!

    Wer uns dabei unterstützen möchte etwas zu verändern, den bitte ich uns bei unserem Projekt zu unterstützen. Alles weitere in meinem Profil zu sehen! :-) Macht weiter so…

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