DIY Deo 2.0 / Gastbeitrag BIOUTY

Hallöchen! :)

Kennst du das Magazin BIOUTY schon? :)

Erwähnt habe ich sie schon auf meiner Rückreise von der Vivaness via Instagram, da ich sie dort mitnehmen und während der Fahrt lesen konnte. Dabei handelt es sich um eine Zeitschrift rund um Naturkosmetik!

Mir gefiel sie auf Anhieb, da sie definitv mit anderen Frauenzeitschriften, wie z.B. der Myself oder der Instyle, die ich von Zeit zu Zeit mal lese, mithalten kann. Endlich einmal ein Magazin, welches man durchblättert und nur Naturkosmetik sieht, die man sich dann auch wirklich zulegen könnte. Sie enthält einen bunten Mix aus Infos, Pflege und dekorativer Kosmetik.

Diesen Monat ist die zweite Ausgabe der Zeitschrift erschienen, die man bei manchen Zeitschriftenhändlern (z.B. an Bahnhöfen) kaufen, oder im Internet bestellen kann.

Sie erscheint vier mal im Jahr und kostet im Abo 15€, es ist außerdem möglich eine Ausgabe zu testen (entweder die aktuelle oder die nächste), mehr dazu erfährst du hier. Nicht vergessen das Probeabo anschließend wieder zu kündigen, falls sie dir doch nicht gefällt!

bioutyausgabe022015

In der aktuellen Ausgabe gibt es eine Vielzahl an spannender Themen, wie z.B. zum Sommer (Hautalterung, Haarpflege, Fußpflege und Nagellacke) sowie etwas Geschichte mit Weleda, einige tolle Repzete, ein Artikel über Gluten und ein paar Sport-Tipps.

Was mich am meisten freut? Ich durfte auch etwas zu der Zeitschrift beitragen und einen Gastartikel über Deos in der Naturkosmetik  schreiben! Ein wirklich schönes Gefühl, das auch optisch so ansprechende Ergebnis dann „live“ zu sehen! :D Auch die liebe Liv von Pura Liv findet man übrigens in dieser Ausgabe wieder.

Gastartikel Biouty

 Darin erwähne ich auch das Thema Aluminium. Ich persönlich bin kein Fan von Panikmache. Ich bezweifle, dass man von einem Inhaltsstoff in Kosmetik gleich tot umfällt, egal ob es sich um Aluminium, Fluorid, Duftstoffe oder Alkohol handelt.

Gastartikel "Don't panic, try organic!" in der BIOUTY

Trotzdem möchte ich gerne meinen täglichen Konsum von Aluminium einschränken und da ich mit Naturkosmetik-Deos wunderbar klar komme, habe ich vor langer Zeit beschlossen auf Antitranspiranten zu verzichten. Das heißt natürlich nicht, dass man gleich Impfgegner, oder schlecht informiert ist, wie es manchmal in der Aluminium-Debatte auf zwei „Parteien“ reduziert wird, wie mir scheint. Im Gegenteil, ich freue mich über all die gesundheitlichen Fortschritte in der Medizin, da ich sie ebenso in Anspruch nehme und zu würdigen weiß.

Nur brauche ich schlicht und einfach kein Aluminium in meiner Körperpflege und möchte, für mich, überflüssige Einnahme des Inhaltsstoffes weitestgehend reduzieren.

Was mich dazu bewegt nur natürliche Kosmetik zu verwenden, ist nicht die Angst vor späteren Schäden der Gesundheit oder die Äußerlichkeit, sondern ich möchte mir persönlich das geben, wovon ich denke, dass es das Beste für mich ist.

Mein ganzer „Öko“-Lebensstil ist für mich kein Verzicht. Im Gegenteil. Beim Einkaufen freue ich mich darüber, wenn ich die Inhaltsstoffe zweier Produkte vergleiche und anschließend zu dem, mit den für mich „besseren“ Inhaltsstoffen greife. In diesem Moment freue ich mich einfach nur darüber, diese Wahl getroffen zu haben.

Ich denke jeder Mensch hat beim Kauf andere Ausschlusskriterien. Man könnte diese Kriterien als „Filter“ bezeichnen, im Grunde sind diese ausschlaggebend für die Wahl der Produkte, die man konsumiert. Wichtig ist dabei nur, dass man sich informiert und, dass die eigenen Filter dadurch hin und wieder Updates bekommen. Zu streng sollte man nicht mit sich sein. Denn mir geht es dabei nicht um den Verzicht, sondern um einen Gewinn. Einen Großen. Nämlich den an Lebensqualität.

 

Doch genug herum sinniert! Da es ja in diesem Artikel um natürliche Deos geht, möchte ich dir unbedingt noch mein aktuelles Deo vorstellen, es ist selbstgemacht und ein kleines Update zu meinem letzten DIY-Deo! :)

DIY Deo 2.0 Zutaten

 Normalerweise verwende ich morgens eine Deocreme als Grundlage, z.B. meine selbstgemachte oder die Sensitiv-Variante von Wolkenseifen. Falls ich noch weiteren Schutz benötige, kommt das alverde Deodorant Wasserminze zum Einsatz, welches ich übrigens in einem kleinen Parfum-Zerstäuber in der Handtasche mit mir herumtrage! Bye bye, große, schwere Deo-Glasflasche ;).

In letzter Zeit werden die Deo’s von Schmidt’s und Meow Meow Tweet ganz schön gehyped und ich habe in beiden den Inhaltsstoff „awroot powder“ also Pfeilwurzelstärke gefunden. Dieses Pulver gibt es in größeren Supermärkten (z.B. Kaufland: rinatura Fix-Binder) sowie Bioläden. Ich habe es mir gekauft und in meiner Deocreme statt Maisstärke verwendet und siehe da, der Unterschied ist enorm! Es wirkt bei mir deutlich besser. Auch sonst ist das Rezept von den Mengen leicht abgewandelt, so wie ich es persönlich am liebsten mag.

DIY Deo 2.0
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Du brauchst dafür:
  1. Sheabutter - 3 Teelöffel
  2. Kokosöl - 1 Teelöffel
  3. Natron - 2 Teelöffel
  4. Pfeilwurzsstärke - 2 Teelöffel
  5. (Einige Tropfen naturreines ätherisches Öl / natürliche Duftmischung)
So geht's:
  1. deo2.0sheabutter

    Zuerst erwärmst du drei Teelöffel Sheabutter (oder zwei Teelöffel Sheabutter und einen Teelöffel Kakaobutter, falls dir eine etwas festere Konsistenz mehr zusagt) in einer kleinen Schüssel. Das klappt entweder in einem Wasserbad, oder aber in der Mikrowelle, bei niedriger Leistung.

  2. deo2.0sheabutterschmelzen

    Anschließend gibst du das Kokosöl in der warmen Sheabutter auf und rührst gut um, damit es vollständig schmelzen kann.

  3. deo2.0kokosoelaufloesen

    Rühre um, bis alle Klümpchen verschwunden sind.

    deo2.0oelumruehren

     Jetzt schüttest du zwei Teelöffel Natron in das flüssige Öl.

  4. deo2.0natronhinzugeben

    Anschließend kommen außerdem zwei Teelöffel Pfeilwurzsstärke hinzu. Falls dir der aktuelle Duft nicht gefällt, oder du deine Deocreme etwas frischer gestalten möchtest, so gebe auch wenige Tropfen ätherischen Öles deiner Wahl hinzu. Eine tolle Kombination ergeben zum Beispiel einige Tropfen Minze und Bergamotte.

  5. deo2.0pfeilwurzstaerke

    Nun füllst du die Mischung in einen abgekochten Behälter und rührst weiterhin gut um.

  6. deo2.0fluessigesdeo

    Stelle es zum Schluss in den Kühlschrank und rühre die Masse immer mal wieder um, bis sie ganz kalt geworden ist. Das ist wichtig, da sich sonst das Natron unten absetzt und nicht gleichmäßig in der Deocreme verteilt wird.

  7. deo2.0fertigedeocreme

    Fertig ist die selbstgemachte Deocreme! Meine sieht etwas seltsam aus, da ich sie aus Zeitgründen nicht ganz so gut umgerührt, sondern lieber zwischendurch im Kühlschrank umgedreht habe. Trotzdem wirkt sie ganz fabelhaft!

  8. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Worauf du sonst noch achten solltest:
  1. Schmelze eine kleine Menge der Creme zwischen deinen Finger (z.B. Erbsengröße) und trage sie anschließend vorsichtig auf beide Achseln auf.
Tried-It-Out | Blog über Naturkosmetik und grünen Lifestyle http://tried-it-out.de/

 

Was denkst du über Panikmache und Naturkosmetik allgemein?

Gibt es etwas, bei dem du „verzichtest“?

Wie findest du die Zeitschrift BIOUTY und den Deo-Artikel?

 

Allerliebste Grüße,

schriftzugneumittelgroßdunkelgrau

 



16 thoughts on “DIY Deo 2.0 / Gastbeitrag BIOUTY”

  • Liebe Julia,
    ich finde deine Einstellung sehr gesund und ehrlich (: . Man sagt ja immer „Die Dosis macht das Gift“ und da wir im täglichen Leben wahrscheinlich schon viel Aluminium zu uns nehmen sehe ich ebenfalls keinen Bedarf mit meiner Kosmetik noch mehr zu „konsumieren“. So ist es auch bei Fluorid für mich ^^ . Aber letztendlich ist es wichtig, dass man sich informiert und für sich selbst die Entscheidung trifft, wie du bereits schön geschrieben hast (: .
    Wow, was für ein tolles Deorezept! Das werde ich bei Gelegenheit sicher mal probieren. Wie immer finde ich es total praktisch und toll gemacht, dass man deine Rezepte abspeichern kann (: .
    Liebe Grüße.
    Theresa vom Projekt Schminkumstellung kürzlich veröffentlicht…Naturkosmetik-Dupe Nr. 1 | Mascaras: L’Oréal vs. Dr. HauschkaMy Profile

    • Liebe Theresa,
      genau so sehe ich das auch! :) Danke, es freut mich, dass dir das Rezept gefällt! Außerdem ist es sehr schön, das das Abspeichern auch genutzt wird, dann lohnt sich die Arbeit das in der Form zu machen, also vielen Dank für das Feedback!!! :)

  • Schöner Post & ich kann deine Gedanken zu Verzicht & Genuss gut nachvollziehen!
    Mir kommt es manchmal schon einschränkend vor, nur Naturkosmetik zu benutzen, weswegen ich es mir ab & zu erlaube, konventionelle Produkte zu kaufen, hauptsächlich im dekorativen Bereich. Ich muss allerdings auch dazu sagen, dass ich in einem recht ländlichen Bereich lebe & sich das Angebot an dekorativer Naturkosmetik hier hauptsächlich auf alverde & Terra Naturi beschränkt. 
    Bei Pflegeprodukten bleibe ich standhaft, sobald ich einen kurzen Blick auf die INCI-Liste geworfen habe. Ich möchte keine Aluminiumsalze in meinem Deo, da Schwitzen nunmal eine normale Reaktion des Körpers ist & ich es deswegen nicht unterdrücken möchte.
    Außerdem brauche ich in meiner Pflege auch keine Inhaltsstoffe wie Silikone, die sich nur auf die Haut legen anstatt sie zu pflegen!
    Mein Vater kam übrigens gerade rein als ich Deine Anleitung gelesen habe (die ich sehr interessant & toll gestaltet finde) & hat sich gewundert, dass es auch so was wie Deocreme gibt. :D
    LG, Vici

    • Vielen Dank! :) Das kann ich absolut verstehen, ich habe früher auch auf dem Land gewohnt und musste immer eine halbe Weltreise machen um an Naturkosmetik heran zu kommen! Gerade bei NK mit sehr hochwertigen Inhaltsstoffen bleibt einem oft nur das Bestellen im Internet übrig.
      Stimmt, genau so sehe ich das auch, ich habe nichts gegen Schwitzen. :) Vielen Dank, mir war das zu beginn auch etwas neues :):
      Liebe Grüße! :)

  • Oh, toll! Die erste Ausgabe der Bioty hatte ich mir schon kostenlos zuschicken lassen und fand sie super, die zweite hört sich ja auch sehr gut an – ich muss mal am Bahnhof stöbern :)

    dein Rezept find ich auch sehr interessant, allerdings schreckt mich von/beim Selberrühren immer noch ab, dass man teilweise so viele verschiedene Rohstoffe in Kleinstmengen braucht und dann soviel angebrochenes rumstehen hat… aber ich hab mir ja das Buch „The Glow“ gekauft, und werde wohl bald mal bei Behawe bestellen, und deine Deocreme dann gleich mal austesten :)

    • Hoffentlich findest du sie und kannst einen Blick hineinwerfen!
      Ja das stimmt, ich hab zum Glück mittlerweile ein paar Basics da (Sheabutter, Kakaobutter, Jojobaöl, Kokosöl,…). Gerade Öle halten sich aber zum Glück recht gut, mir ist da noch nichts schlecht geworden. Behawe ist ein toller Shop, da habe ich auch schon mehrfach bestellt und war immer zufrieden! Ich bin sehr gespannt wie dir das Rezept dann gefällt! :)

  • Ich habe vor einer Weile auch das erste mal mein eigenes Deo zusammengerührt, recht ähnlich zu deinem Rezept (1 Einheit Kokos, 1 Einheit Kakaobutter, 1 Einheit Natron und 1 Einheit Stärke). Ich habe mit einer kleinen Menge angefangen, weil ich mich an das ganze rantasten wollte. Mein Ziel ist nämlich die richtige Konsistenz für einen Deostick zu finden. Ich muss auf jeden Fall noch etwas an der Rezeptur ändern, weil es nicht fest genug ist. Vll kommt das nächste mal noch Wachs hinzu. Welches Natron benutzt du? Das Kaiser Natron ist doch recht grobkörnig… Ich werde mir entweder anderes Natron suchen oder einen Mörser zulegen müssen :D

    • Also für eine festere Textur kann ich dir empfehlen einfach mehr Kakaobutter hineinzugeben, z.B. 1/2 Einheit Kokos und 1,5 Einheiten Kakaobutter, das ist bei mir mal gut (aber zu fest für eine Creme) geworden und dürfte sich ganz gut für einen Stick eignen. :) Das Kaiser Natron ist wirklich etwas grobkörnig, ich bilde mir ein, dass das Backnatron aus der Backabteilung etwas feiner ist, ansonsten muss man es wirklich mörsen, wenn man es noch feiner möchte. :)

  • Erstmal herzlichen Glückwunsch für den Beitrag in der Biouty. Ich benutze schon seit 20 Jahren Naturkosmetik und genausolange beschäftige ich mich mit Kosmetikinhaltsstoffen.
    Viele Jahre habe ich meine Kosmetik selbstgemacht. Der Grund damals war meine schlechte Haut. So ein selbstgemachtes Deo, wie du, mache ich mir auch öfter noch. Ich nehme nur Iriswurzelpulver und gebe noch ätherische Öle dazu.
    Was das Aluminium und andere bedenkliche Inhaltsstoffe betrifft: Ich finde es sehr wichtig, gerade aus gesundheitlichen Gründen, auf Inhaltsstoffe, wie Aluminium, zu verzichten. Für mich hat das nichts mit Panikmache zu tun, sondern ist Realität. Unsere Gesundheit ist unser höchstes Gut und Prävention ist das Beste, was man tun kann (ich weiß natürlich, dass man sich als junger Mensch oft noch für unverwundbar hält). Wir sind leider täglich unzähligen Umwelt-Giften aus der Luft, dem Wasser, der Nahrung, Kosmetik, Putzmitteln, Medikamenten… ausgesetzt. Diese Gifte reichern sich im Körper an. Je mehr davon wir aufnehmen, desto weniger gesund ist es für uns. Für mich bedeutet deshalb Verzicht auf viele Giftstoffe eine Zunahme meiner Lebensqualität.

    • Vielen lieben Dank! :) Iriswurzelpulver ist ein toller Tipp, danke dafür! Mir geht es genauso, ich denke man kann nicht alle Giftstoffe aus der Umwelt verbannen, aber sie zumindest meiden, so weit es geht! :)

  • Ich gratuliere dir ganz herzlich zur Veröffentlichung, das ist ganz toll und wird bestimmt von dir eingerahmt :-D
    Ich kann zur Deo-Debatte nur sagen: ich bin froh, mein Alu-Deo wieder zu benutzen, gehe nun aber aus dem Raum und atme es nicht mehr ein, nachdem ich damit gesprüht habe. Was andere aber nutzen möchten (egal was und egal in welchem Bereich) ist jedem selbst überlassen: ich würde mich darin nie einmischen! (M)Einge gesunde Einstellung zu dem Thema sieht vor, jeden so machen zu lassen, wie er möchte; es ist doch letztendlich nur Kosmetik, nur Creme oder Schminke. Leben und leben lassen. Ich freue mich lieber mit anderen, als mit ihnen zu streiten über Dinge, die mich ja im Grunde genommen nichts angehen :)

    Das du eine Download-Anleitung anbietest, ist ein großer Dienst an deinen Lesern.. vielleicht sollest du dir sowas doch mal bezahlen lassen ;-)

    • Danke! :) Das mit dem Einrahmen ist eine gute Idee ;). Ganz meine Meinung, ich finde es wichtig, dass jeder selbst entscheidet, was er macht und verurteile das auch nicht. Ich meine sonst stellt man die eigene Meinung ja als einzig wahres da und jeder der sich nicht daran hält, macht was falsches und das wäre zu einfach gedacht. Wie du schon sagst, es ist nur Schminke und Kosmetik und so lange man Spaß daran hat ist alles gut. Das ist ja zum Glück Individualität, alles tun zu dürfen, so lange es nicht die Rechte anderer verletzt, ein hoch auf die Meinungs- und Handlungsfreiheit :).

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